Montag, den 18. Dezember 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Trockene Containerfracht

Frachtsicherung | Durch die zunehmende Globalisierung und die vergleichsweise günstigen Frachtkosten für die Seefracht, ist der Transport über See zu einem beliebten Transportmittel geworden. Neben der Versendung von Bulkware in flüssiger oder fester Form in Tankern oder Massengutfrachtern, macht die Versendung von Containern für z. B. Konsumprodukte wie Textilien oder elektronische Geräte, Maschinenteile, Automobile oder Lebensmittel einen großen Anteil aus. In der Regel ist der Seetransport durch eine lange Laufzeit und das Durchfahren von stark wechselnden Klimazonen geprägt (Bild). Dadurch kann ungewolltes Kondenswasser entstehen, das zu Schimmelbildung, Ablösen von Etiketten an Kartonagen, Geruchs- und Geschmacksveränderungen an Lebensmitteln, Korrosion an hochwertigen Maschinenteilen oder zu aufgeweichten Kartonagen führen kann und dadurch irreversible Beschädigungen an der Ware anrichten. Im ungünstigen Fall kommt es zum Totalausfall der Ware.


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Container durchlaufen auf See über Wochen mehrere Klimazonen, die von gleißender Sonne am Tag über Regen und Schnee bis zu nächtlichen Tiefsttemperaturen alles bieten können. Dabei führen diese extremen Klimaschwankungen zur Freisetzung von Wasserdampf, der auf Oberflächen kondensiert und sich unvermeidbar auf der Ware bzw. der Verpackung niederschlägt.

Ein Container mit frischen Kakaobohnen wird in Ecuador bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % und einer Temperatur von 30 °C im Hafen verladen. Auf dem Seeweg nach Hamburg, wo der Kakao geröstet werden soll, fällt die Temperatur auf 5 °C und der Taupunkt wird unterschritten. Das bedeutet, dass das in der Luft enthaltene Wasser anfängt zu kondensieren. In diesem Fall spricht man von „Containerschweiß“ oder „Containerregen“, da sich das Wasser an den Innenseiten des Containers niederschlägt. In dem Container entstehen so mehrere Liter Wasser. Im schlimmsten Fall kommt es zum Schimmelbefall der Kakaobohnen und führt somit zu einem 100 %-igen Warenschaden. Für den umgekehrten Fall, dass Ware von einer kalten in eine warme Klimazone überführt wird, entsteht sogenannter „Ladungsschweiß“. Hierbei erwärmt sich die Luft im Inneren des Containers schneller als das Ladungsgut und kondensiert daher an der Oberfläche des Ladungsgutes.
Neben den Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit und den Temperaturen haben auch noch viele weitere Faktoren Einfluss auf die Bildung von Kondenswasser im Container wie z. B. die Beschaffenheit der Ware und der Verpackung, die Transportdauer oder die Warenlagerung vor dem Verladen.

Die Trockenmittel-Lösung

Zum Schutz vor Feuchtigkeit bietet beispielsweise die ThoMar OHG aus dem norddeutschen Lütau eine ganze Reihe von Produkten an, die sich in der Praxis erfolgreich bewährt haben. Hinter dem, mit der Bezeichnung „SeaDry“ vermarkteten Konzept, verbirgt sich ein Hochleistungs-Trockenmittel, das die relative Luftfeuchtigkeit im Container nach Unternehmensangaben auf bis zu 50 % senkt.
Das Risiko von Kondenswasserbildung und Feuchtigkeitsschäden wird nach Angaben des Herstellers dadurch erheblich minimiert. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird dabei sofort als Gel gebunden und ist zu keiner Zeit flüssig. Für eine gute Wirkung und zeitsparendes Anbringen empfiehlt ThoMar, je nach Einsatzbereich, unterschiedliche SeaDry-Produkte.
Die Fertigung dieser Produkte erfolgt vollständig in Deutschland unter zertifizierten Bedingungen gemäß ISO 9001:2008. Darüber hinaus liegen laut Hersteller Testberichte von unabhängigen Instituten für die beschriebenen Produkte vor.

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