Montag, den 18. Dezember 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Transparenz in der Supply Chain

Studie | Nachhaltigkeit ist in aller Munde und macht auch vor der Optimierung von Supply Chains keinen Halt mehr. Bereits jedes fünfte deutsche Unternehmen hat aufgrund ethischer oder sozialer Gesichtspunkte seine Lieferkette neu strukturiert. Jedoch nutzen bisher lediglich 20 % der Unternehmen die technischen Möglichkeiten, um eine digitale Echtzeit-Supply-Chain zu realisieren und somit effizienter zu wirtschaften. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Hermes-Barometer „Transparenz in der Supply Chain“ von Hermes Germany, eine Untersuchung unter gut 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen (Bilder).


Bild 1 Hermes Germany hat gut 200 Logistikentscheider deutscher Unternehmen über ihre Lieferketten befragt. Das Ergebnis: Technische Möglichkeiten werden noch zu wenig genutzt.

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Hermes Germany hat gut 200 Logistikentscheider deutscher Unternehmen über ihre Lieferketten befragt. Das Ergebnis: Technische Möglichkeiten werden noch zu wenig genutzt.

Der Einfluss der Verbraucher wächst stetig. Und diese verlangen zunehmend nach ökologischen und sozial verträglichen Produkten und Dienstleistungen. So stellen 43 % der befragten Logistikentscheider fest, dass die Informationsanforderungen an ihre Lieferkette in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Acht von zehn deutschen Unternehmen möchten ihre Lieferkette daher transparenter gestalten. Bei großen Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern sind es sogar neun von zehn Unternehmen. Die Möglichkeit, bei Störungen schnell agieren zu können, die Lieferqualität zu erhöhen sowie die Effizienz der Betriebsabläufe zu steigern, ist für mehr als 80 % der Befragten der Hauptantrieb, um die eigene Supply Chain transparenter aufzustellen. „Unternehmen sollten die Vorteile einer transparenten Lieferkette nutzen“, rät Jan Bierewirtz, Bereichsleiter Business Development SCS bei Hermes Germany. „Dieses Wissen wird in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen“, ist Bierewirtz überzeugt.

Technische Möglichkeiten besser nutzen

Um die Visibility zu erhöhen, nutzt die Mehrzahl der deutschen Unternehmen bereits verschiedene Technologien: EDI (elektronischer Datenaustausch) kommt bei 59 % der befragten Unternehmen zum Einsatz, zudem ERP-Software (45 %) oder Portale und Plattformen (39 %). Vor allem die größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind hier Vorreiter.

Bild 2 Der Weg zur transparenten Lieferkette ist voller Hindernisse.

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Der Weg zur transparenten Lieferkette ist voller Hindernisse.


Trotz alldem verfügt lediglich jedes fünfte Unternehmen über eine digitale Echtzeit-Supply Chain. Dabei bietet diese die Möglichkeit, problemlos den Lebenszyklus eines Produktes nachvollziehen zu können. Darüber hinaus lohnt sich eine weitreichende Transparenz der Lieferkette. So können Unternehmen dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Information nachkommen. Konsequent umgesetzt führt dies zu einer Verbesserung der Ressourcenplanung, einer gesteigerten Effizienz sowie zur Minimierung von Kosten. „Die Unternehmen sollten das Potenzial der technischen Möglichkeiten besser ausnutzen, um konkurrenzfähig zu bleiben“, sagt Bierewirtz.

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Supply Chain Analyse (SCAN)

Hermes Germany bringt mit der Hermes Supply Chain Analyse (SCAN) ein neues Produkt auf den Markt, das Auftraggeber des Handels in die Lage versetzt, ihre Prozesse entlang der Lieferkette zu analysieren und zu optimieren. Angefangen bei der Analyse und Bewertung über eine Handlungsempfehlung  bis  hin  zur  Implementierung  und  Durchführung  trägt  die Hermes SCAN dazu bei, die individuelle Wertschöpfungskette eines Unternehmens effizient zu managen und den Prozess der Internationalisierung erfolgreich voranzutreiben.
Dieses Angebot richtet sich an Unternehmen, die lokal oder international mit Dienstleistern und Lieferanten zusammenarbeiten. Der Beratungsansatz basiert auf einer umfassenden Analyse, die bestehende Prozesse mit den Anforderungen des Kunden abgleicht. So können einzelne Prozessschritte neu ausgerichtet  und  optimiert  werden,  Personal-  und  Materialeinsätze bedarfsgerecht  geplant  und  unnötige  Kosten  vermieden  werden. Nach der Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse leitet Hermes eine Handlungsempfehlung ab, die bei Bedarf in Zusammenarbeit  mit  den  Logistikexperten  der  Hermes  Gruppe umgesetzt werden kann.

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