Dienstag, den 12. Dezember 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Erweiterung mit hohem Automationsgrad

Anschließend berechnet eine Palettier-Software das Lagenbild für den Palettierroboter und übermittelt dem Lagerverwaltungssystem Jungheinrich WMS, in welcher Reihenfolge die KLTs aus dem Commissioner auf eine Pufferbahn ausgelagert werden müssen. Stehen alle Behälter auf der Pufferbahn, werden sie in einem Schwung zum Palettierer ausgelagert und dann palettiert. Die Besonderheit des Palettierroboters liegt in einem flexiblen Lastaufnahmemittel, das ohne Werkzeugwechsel verschiedene KLT-Typen greifen und heben kann. Dabei erreicht er eine Leistung von 500 Behältern pro Stunde.
„Der große Vorteil des Roboters ist, dass wir in der Kommissionierung jetzt sehr viel flexibler sind, weil wir nicht mehr in der Reihenfolge kommissionieren müssen, wie die Ware auf die Palette kommt. So können wir auch Großaufträge, die unerwartet schnell reinkommen, an mehreren Arbeitsplätzen parallel kommissionieren und so die Plätze gleichmäßiger auslasten“, erklärt Schubert. Mit der automatischen Palettierung per Roboter werden aber auch die Mitarbeiter vom Heben der bis zu 20 kg schweren Behälter entlastet. Neben den Industriekunden-Aufträgen lassen sich an jeden Arbeitsplatz flexibel aber auch klassische Aufträge für Handwerker, Monteure oder den Fachhandel abwickeln. Für die richtige Reihenfolge sorgt dann ein kleinerer Commissioner, der bis zu 50 Kartons aus dem AKL so lange speichert, bis der Auftrag sequenziert am Arbeitsplatz abgearbeitet werden kann. Insgesamt gelangen so täglich rund 150 t Ware mit ca. 10 000 Pickpositionen in Kartons, KLTs oder Sichtlagerkästen über den Warenausgang zu den Kunden von Keller & Kalmbach. Zudem gibt es in der Halle einen neuen Bereich für das Umpacken, Sortieren und die Set-Bildung sowie eine Waschanlage und eine Regalanlage für Leerbehälter.
Neben der schieren Größe beeindruckt Schubert die Komplexität der ganzen Anlage mit den Rechen- und Datenbankprozessen im Hintergrund. Die Steuerung der Einzelgewerke, die Schnittstelle zum ERP System Proalpha und die Steuerung der Logistikprozesse durch das Jungheinrich WMS funktionieren inzwischen reibungslos. „Die Zusammenarbeit mit Jungheinrich war über die ganze Zeit sehr vertrauensvoll. Wir sind im Zeitplan geblieben und sogar unter dem ursprünglich veranschlagten Budget. Wir würden jede Erweiterung immer gerne wieder mit Jungheinrich durchführen“, bestätigt Schubert. Beim Service der Anlage verlässt sich Keller & Kalmbach ebenfalls auf die Kompetenz von Jungheinrich: Die mechanische Wartung wird von Jungheinrich-Kundendiensttechnikern vor Ort durchgeführt während der zentrale Support für Logistiksysteme von Jungheinrich Systemlösungen in Graz/Österreich bei EDV-Störungen rund um die Uhr zur Verfügung steht.
A.S.

***
Das erweiterte Zentrallager in Zahlen:
• Automatisches Hochregallager für 72 800 Palettenplätze
• Automatisches Kleinteilelager für 289 290 Kartons
• Automatisches Kleinteilelager für 23 432 Tablare
• Kommissioniersystem nach dem Prinzip „Ware-zur-Person“ inkl. Fördertechnik und Palettierroboter
• Lagerverwaltungssystem Jungheinrich WMS zur Steuerung des Lagers

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